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Deutschland e.V.

Eine Reise ins Herz der europäischen Demokratie – von Hannah Link

Straßburg-Kehl-Koblenz 01.03.2025:

„Eine Reise ins Herz der europäischen Demokratie“ – so lautete das inspirierende Motto des 61. iMEPs in Kehl/Straßburg! Im pulsierenden Herzen Europas versammelten sich 200 junge Menschen aus 24 verschiedenen Ländern, um leidenschaftlich über die drängendsten politischen Themen zu debattieren. Zum ersten Mal fand ein iMEP in gleich zwei Ländern statt – ein echtes Highlight!

Nach der zum Teil langen Anreise startete das offizielle Programm mit einem farbenfrohen Einblick in den kulturellen Karneval der Stadt Kehl – direkt gegen über der Straßburger Jugendherberge auf der anderen Rheinseite in Deutschland gelegen. Am nächsten Tag ging es dann ins Europaviertel nach Straßburg, wo die Ausschüsse sich auf eine echte europäische Rallye begaben: vom EDQM über den Europarat bis hin zum Europäischen Parlament – es war alles dabei! Danach starteten die ersten Ausschusssitzungen in der Hochschule Kehl, wo eifrig an den Ausschusssketches gearbeitet und die ersten Schritte der Resolutionen abgestimmt wurden. Am Abend sorgte ein unterhaltsames Kahoot-Quiz rund um Europa, moderiert von VP Aarna aus Finnland, für viel Spaß. Jeder Ausschuss stellte anschließend seinen kreativen Sketch zum Ausschussthema vor.

Der Montag der MEP-Woche begann mit der feierlichen Eröffnungszeremonie im Regional Council Grand Est. Nach der Europahymne hießen zahlreiche Gastredner die Delegierten herzlich willkommen, und auch die Vorsitzende von MEP Deutschland, Emily Vontz, ließ sich per Video zuschalten. Christopher Lucht und Gottfried Oehl begrüßten die Delegierten, und die Präsidenten Linus Usener und Clémence Vercaemer richteten inspirierende Worte an das Plenum. Nach den Reden der Heads of Delegations machten sich die Ausschüsse auf den Weg zu ihren Tagungsorten für die Woche. Neben der Hochschule Kehl tagten einige Ausschüsse im Regional Council in Grand Est, im EDQM, in der Kehler Hochschule, dem Europazentrum Kehl oder im Landratsamt Offenburg.

Am Nachmittag fanden die Expertengespräche statt, bei denen die Gäste entweder persönlich anwesend waren oder per Video zugeschaltet wurden. Die Delegierten hatten die Möglichkeit, spezifische Fragen zu ihren Ausschussthemen zu stellen. Um 16 Uhr gab es für ausgewählte Teilnehmer in Kehl einen Empfang des Bürgermeisters, der anschauliche Einblicke in das tägliche Leben an der Grenze bot. Der Abend stand ganz im Zeichen des Cultural Evenings, bei dem jede Delegation ihr Land vorstellte, sich passend zum rheinischen Karneval verkleidete und mitreißende Volkstänze aufführte, bei denen es niemand mehr auf seinen Stühlen hielt.

Das Highlight des Dienstags war die Pressekonferenz. Nachdem die Resolutionen eingereicht waren, fand diese um 17 Uhr in Offenburg statt. Die Vertreter aus dem Presseausschuss hatten kritische Fragen vorbereitet, auf die die Ausschussvertreter antworten mussten. Moderiert wurde die Pressekonferenz von den beiden CPs Hannah Link und Milla Jalasto. Im Anschluss gab es die lang erwartete Fishbowl-Diskussion mit hochkarätigen Gästen wie Dr. Udo Bux vom Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München, Landrat Thorsten Erny, Jugend-Staatssekretär Volker Schebesta und Axel Müller vom Europazentrum Stuttgart. Die Delegierten hatten die Gelegenheit, unter der Moderation der beiden deutschen Präsidenten Linus Usener und Eva Blum Fragen zu ihren europäischen Themen zu stellen.

Am Mittwoch stand für die Delegierten im Jugendzentrum des Europarates das Lobbying auf dem Programm, während einige CPs und das Präsidium eine Bootstour auf der Ill durch Straßburg unternahmen. Nach einer intensiven Einlasskontrolle startete endlich die Plenardebatte im Europäischen Parlament. Auch am Donnerstag und Freitag wurden die Debatten im Parlament fortgesetzt. Die 180 Delegierten wurden von den beiden Europaabgeordneten Vivien Costanzo und Fabienne Keller herzlich empfangen. Nach spannenden und lebhaften Diskussionen wurden schließlich drei der zehn Resolutionen tatsächlich angenommen – ein kleine Enttäuschung für die Delegierten, aber ein Zeichen dafür, dass die Jugend eine kritischen Blick erlernt hat! Ein weiteres Highlight war der Abendempfang im historischen Rathaus von Straßburg, wo die stellvertretende Bürgermeisterin Véronique Bertholle die Delegierten begrüßte. Einige Delegationen schafften es sogar, trotz des straffen Zeitplans einen Besuch ihrer Botschaft einzuschieben, was den interkulturellen Austausch weiter bereicherte.

Nachdem am Freitagmittag die Session vom Präsidium feierlich für beendet erklärt wurde folgten weitere spannende Führungen durch das Europäische Parlament und den Europarat, die den Delegierten einen noch tieferen Einblick in die europäische Politik ermöglichten. Der krönende Abschluss war die Farewell Party am Abend im städtischen Veranstaltungszentrum Kaleidoscoop, wo Musik, Tanz und kulinarische Köstlichkeiten aus der Region für eine würdigen Schlußpunkt  des 61.MEP sorgten.

Das MEP in Straßburg/Kehl hat einmal mehr bewiesen, wie politisch engagierte junge Menschen aus ganz Europa zusammenkommen, um gemeinsam an Lösungen für die Herausforderungen der EU zu arbeiten. Unter dem Motto der deutsch-französischen Freundschaft lag der Fokus besonders auf dem interkulturellen Austausch. Neben den politischen Diskussionen konnten die Jugendlichen die Grenzregion hautnah erleben, sei es durch den öffentlichen Nahverkehr über den Rhein oder durch Spaziergänge über die Europabrücke.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese wunderbare Woche möglich gemacht haben! Es war eine unvergessliche Erfahrung, die sicherlich viele inspirieren wird, sich weiterhin für die europäische Idee und den interkulturellen Dialog einzusetzen.

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